Ines Kaiser

  • Körperpsychotherapeutin
  • Advanced EponaQuestTM Instructor (Linda Kohanov)

Pferde spielen seit meiner frühen Kindheit eine große Rolle in meinem Leben. Schon sehr früh spürte eine große Anziehung zu diesen kraftvollen und sensiblen Wesen. Zusammen mit einer Freundin aus der Nachbarschaft besuchten wir als Kinder regelmäßig eine Fjordstute, die auf einer Wiese in der Nähe von meinem Elternhaus stand. Ich konnte mir nichts schöneres vorstellen als in der Nähe der Pferde zu sein und ihren wundervollen Duft zu riechen und ihr Fell zu fühlen.

Meinen Wunsch mit Pferden beruflich zu arbeiten, konnte ich nicht direkt umsetzen als es um meine Berufswahl ging, denn in meinem Heimatland Liechtenstein gab es zu der Zeit nur sehr begrenzte Möglichkeiten um einen Beruf mit Pferden zu erlernen. Auch war ich von dem Sicherheitsdenken meiner Familie sehr beeinflusst und entschied mich deshalb erstmal einen Weg im Bankwesen einzuschlagen.  Erst ca. 20 Jahre später, nach einer Karriere in einer Finanzbranche, einer Ausbildung in körperorientierter Psychotherapie und Pferdegestütztem Erfahrungslernen wagte ich es wieder, meinem Berufswunsch Raum zu geben. Anfangs machte mir die Idee selbständig zu sein große Angst, jedoch fühlte ich innerlich ein zunehmend großes Verlangen meinem Herzen zu folgen und meinen Traum, mit Pferden zu arbeiten umzusetzen. Doch zögerte ich noch mit der Umsetzung und dann kam der Anstoß von außen: In meinem damaligen Job in der Bank wurde ich 2011 weiter befördert und bekam damit zusätzliche Verantwortung und Aufgabenbereiche. Sehr bald fühlte ich, dass die Arbeit bei der Bank meine 100 %ige Aufmerksamkeit brauchen würde, damit ich den Anforderungen gerecht werden könnte. Gleichzeitig spürte ich ganz klar wie meine Energie im Inneren in eine andere Richtung zog und zwar in die der Pferde. Schlaflose Nächte, Bauchschmerzen und Dauerstress bewegten mich schließlich dazu, eine Entscheidung zu treffen.

Zu der Zeit standen mir meine Pferde zur Seite und gaben mir die Kraft den Schritt zu wagen. In ihrer stillen, fürsoglichen Präsenz gelang es mir still zu werden und mich selbst zu spüren. Das war nicht immer so einfach, denn ich fühlte in mir sehr viel Angst und Verletzbarkeit. Ich hatte Angst davor, mich mit dem in die Welt hinaus zu wagen was mir am Herzen liegt und dafür einzustehen. Von den Pferden fühlte mich stets aufgefordert und inspiriert, als ob sie mir immer wieder sagten: „Worauf wartest du noch? Du bist nicht alleine. Wir sind bereit. Es ist Zeit zu beginnen!“

Wie meine Pferde mir den Weg zeigen

Durch meine eigenen Wunden aus meiner Entwicklungsgeschichte und dem damit verbundenen Schmerz durfte ich erfahren wie es sich anfühlt sich allein, verloren und kraftlos zu fühlen. Ich habe an verschiedenen Orten, in verschiedenen Ländern gelebt und intensive Erfahrungen machen dürfen. Dennoch blieb in mir ein inneres Suchen, etwas was mich vorantrieb. Viele Jahre meines Lebens habe ich mich immer wieder mit Sinnfragen beschäftigt. Warum bin ich hier? Was hat das Leben für einen Sinn?

Auf der Suche nach Antworten haben mich meine Pferde immer wieder intensiv begleitet und mich auf Blockaden und unbewusste Anteile in mir aufmerksam gemacht, die es zu integrieren galt. An dieser Stelle möchte ich mit Dir zu jedem meiner Pferde eine Erfahrung teilen, die mich in meiner Entwicklung weitergebracht hat. Diese Erzählungen können einen Eindruck davon geben, was Pferde für uns tun…

Meine Pferde und meine Hündin Maui berühren mich ganz individuell und auf besondere Art und Weise. Sie begleiten mich und schenken mir immer wieder ihre Präsenz, die es mir ermöglicht, einen inneren Raum in mir zu finden in dem ich mich spüren kann. Sie schenken mir liebevolle Geduld in der Konfrontation mit mir selbst. Sie zeigen mir immer wieder durch ihre Ehrlichkeit, ihre Großzügigkeit und ihre bedingungslose Liebe den Weg zu mir selbst und zu meiner Kraft. Außerdem sind sie meine Wegweiser was meine Lebensaufgabe betrifft, weil diese auch so eng mit ihnen verwoben ist. Ich trage den großen Wunsch im Herzen, die Weisheit der Pferde mit anderen Menschen zu teilen und auch ihnen die Begegnungen sich selbst, die daraus entsteht, zu ermöglichen.

Mylie

Mylie ist eine Welsh Part Bred Stute und ist in 1995 geboren. Sie ist seit ihrem 2. Lebensjahr bei mir. Durch ihre hochsensible Art hat sie mich über den subtilen Kontakt ohne Berührung gelehrt. Sie hat mir gezeigt wie intensiv Verbindung über das Energiefeld sein kann und wie achtsam und respektvoll diese Art von Kontakt ist. Mylie zeigt ihre Grenzen sehr klar und ich konnte dadurch viel über meine eigenen Grenzen erfahren und meine Bedürfnisse kennenlernen. Diese Erkenntnis hat mir erlaubt, ein großes Stück meiner Selbstliebe wiederzufinden und Mylie als die zu erkennen die sie wirklich ist: eine hochsensible, weise Pferdeseele.

Grace

Grace ist eine Quarter Horse Stute und in 2009 geboren. Durch ihre sanfte, großzügige Art hat sie mir mein Herz geöffnet und mir gezeigt, wie ich weicher und offener werden und meine Weiblichkeit zum Ausdruck bringen kann. Sie hat mir in den Anfängen in der Arbeit mit Klienten zur Seite gestanden und mich mit ihrer Großzügigkeit gelehrt. Sie gibt mir auch heute das Gefühl, dass ich mit ihr einen Profi an der Seite habe und bin immer wieder zu tiefst berührt, mit wieviel Geduld, Klarheit und Liebe sie mich und andere Menschen begleitet. An Grace kann ich mich wenden wenn ich mich verloren fühle. Für mich ist sie eine wahre Heilerin.

Sue

Sue ist eine Quarter Horse Stute und in 2008 geboren. Sue hat mir durch ihre klare und direkte Art gezeigt wie wichtig es ist, zu meiner inneren Wahrheit zu stehen. Wenn ich versucht habe, faule Kompromisse mit ihr zu machen, die weder für sie noch für mich stimmig waren, zeigte sie mir durch demonstratives Verhalten, dass sie nicht einverstanden war. Wenn ich ihr mit Kongruenz gegenübertrete erfahre ich die schönsten, wild-kraftvollsten Momente. Außerdem begleitet mich Sue oft auf meinen schamansichen Reisen und steht mir als Helferin und Verbündete zur Seite.

Sky

Sky ist eine Quarter Horse Stute und ich durfte sie in 2012 als Fohlen kennenlernen und bei unserer ersten Begegnung war es klar, dass wir einen gemeinsamen Weg einschlagen würden. Ihr Hinzukommen zu meiner Herde hat in mir einen Konflikt aus meiner Ursprungsfamilie an die Oberfläche gebracht. Es handelt sich dabei um ein Glaubenssystem, dass „man sich nur gewisse Dinge leisten kann“. Die Bewusstwerdung von diesem Thema hat mich mit der Fülle des Lebens wiederverbunden. Sky ist mir in vielerlei Hinsicht sehr ähnlich und ich durfte durch sie Qualitäten wie unkomplizierte Offenheit und  Spontanität an mir selbst erkennen und wertschätzen lernen.

Bella

Bella ist die kleine Schwester von Sky und ist in 2013 geboren und auch sie kam als Fohlen zu mir. Sie hat eine sehr zarte und verletzliche Art und gibt sehr viel im Kontakt mit anderen. Gleichzeitig braucht sie manchmal Schutz und Anlehnung. Im Umgang mit konnte ich immer wieder meine eigene Verletzbarkeit erleben und erfahren, wie sehr Achtsamkeit, Langsamkeit und Gelassenheit zielführend sind.

Centurion

Centurion ist ein in 2011 geborener Lusitanowallach. Er kam 2015 in mein Leben. Nach einem Unfall den wir beide bei unserer ersten Begegnung miteinander hatten, durfte ich mich mit unserer beider Traumaheilung beschäftigen. Durch ihn durfte ich erfahren, wie sehr ein Trauma das betroffene Lebewesen enstellen kann. Er hat mir auch gezeigt, dass ein bedürfnisgerechtes Leben und ein liebevoller, achtsamer Umgang enorm zur Heilung seelischer Wunden beitragen kann, für Mensch und Tier gleichermaßen.

Tao

Tao ein in 2014 geborener Lusitanowallach. Durch ihn durfte ich einen großen Konflikt zwischen Herz und Verstand erfahren. Ich durfte die Zerrissenheit fühlen und den Mut in mir ausgraben Dinge zu tun, die nicht logisch und verstandesmäßig begründbar sind. Ich durfte erleben wie es sich anfühlt, dem Herzen zu folgen und Schritte ins Unbekannte zu tun. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass unsere Ängste und Befürchtungen meistens gar nicht eintreffen. Von nun an: Das Herz enscheidet und der Verstand darf die Entscheidungen dann umsetzen!

Maui

Maui ist eine in 2014 geborene Jack Russell Hündin und sie ist seit ihrer 10. Lebenswoche bei mir. Wir sind unzertrennlich und sie begleitet mich auf jedem Schritt den ich machen, fühlt alles mit mir mit, teilt Liebe, Schmerz und Verbundenheit. Sie ist bedingungslos da. Durch sie darf ich eine ganz besondere Art der tiefen Liebe erfahren.

Guapa

Guapa ist eine in 2016 geborene PRE Stute. Sie ist seit September 2017 bei mir. Durch sie durfte ich erneut erfahren, dass es keine Zufälle gibt und dass viele Begegnungen in unserem Leben Türöffner sein können, ohne dass wir so genau wissen wo uns die Reise hinführt. Guapa ist für ihr Alter sehr reif und weise und ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg, wo auch immer er uns hinführt…